Ab 1814 war es durch die Regierung untersagt, Verstorbene über weite Strecken zu transportieren. Somit war es nicht mehr möglich Cottbuser Juden auf dem Friedhof im etwa 50 km entfernten Friedland zu beerdigen, wo dies, in Ermangelung eines Begräbnisplatzes in Cottbus, bis dahin geschah.
Der erste jüdische Friedhof der Stadt Cottbus entstand um 1817 in der Dresdner Straße. Zur ursprünglichen Fläche wurde 1861 ein im Süden anliegendes Stück Land hinzugekauft, auf dem ein Bauwerk errichtet wurde, welches die Funktion einer Feierhalle übernahm. Die Nutzung des Geländes für Beerdigungen bestand bis 1919. Danach konnte es aus Platzmangel jedoch keine neuen Gräber mehr aufnehmen. Schätzungsweise 100 Personen fanden dort ihre letzte Ruhestätte.
Während der Nazi-Herrschaft wurde der Friedhof geschändet, es sind zunächst aber eine Reihe von Grabsteinen erhalten geblieben. 1945 wurde die Begräbnisstätte bei einem Bombenangriff teilweise zerstört. Nach 1950 wurde sie auf Antrag des Stadtgartenamtes in eine Parkanlage mit Gedenkstein umgewandelt. Dabei wurden in Nichtbeachtung jüdischer Bestattungstraditionen wertvolle Dokumente abtransportiert.
Der erste jüdische Friedhof ist heute noch in seiner vollständigen Grundfläche vorhanden. Der erwähnte Gedenkstein und Teile der alten Friedhofsmauer erinnern an die Nutzung als Friedhof für die ansässige jüdische Bevölkerung.