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Jüdische Gemeinde Cottbus e.V.

Synagoge

Ab 1862 sammelte die Gemeinde Geld, um ein Grundstück zum Bau einer Synagoge zu erwerben. Im Jahr 1892 begannen die Planungen der Gemeinde, eine Synagoge in Cottbus zu errichten, Gestalt anzunehmen. Unterstützung fand sie dabei von dem fortschrittlich eingestellten Oberbürgermeister Paul Werner.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 03.07.1901. Sie wurde nach einem Entwurf der Firma Pabel & Co erbaut und konnte am 16.09.1902 in der Jahrstraße 5 eingeweiht werden.

Die Synagoge war von der Straße durch einen Vorgarten getrennt und in neoromanischer Ziegelbauweise errichtet. An der Vorderfont befanden sich drei Eingänge, der Hauptraum beeindruckte durch das hohe Kuppelgewölbe. In ihm hatten etwa 200 Menschen Platz. Die beiden Seitenemporen, die den Frauen vorbehalten waren, boten ca. 140 Plätze. Die Fensterverglasung und das Kuppeloberlicht erzeugten eine farbenprächtige und feierliche Stimmung im Raum.

In der sog. Reichsprogromnacht am 09.11.1938 wurde die Synagoge gestürmt und angezündet. Die Feuerwehr war zwar vor Ort, achtete aber nur darauf, dass das Feuer nicht auf die umliegenden Gebäude übergriff. Die Reste wurden später gesprengt, beseitigt und der freigelegte Giebel des Nachbarhauses wurde übermalt.

 

 

 

An diesem Ort befindet sich heute das Kaufhaus Galeria Kaufhof. 1988 wurde an der Westseite eine Tafel zur Erinnerung angebracht.